Eurovision Song Contest 2011
Posted on May 12, 2011
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Wir haben lange, lange überlegt und uns Namen ausgedacht … Soll man zu diesem Ereignis, Happening, Event noch irgendetwas schreiben? Morgen, heute und überhaupt werden die Blogs wieder überquellen mit den Gedanken von Menschen, die es über sich gebracht haben, diese ehedem als edle Idee geborene Show anzusehen.
Wie alles in Deutschland mittlerweile wird auch dieses Medienereignis mit einem moralinsaurem, trotzigen -wir dürfen aber stolz sein auf Deutschland- Ehrgeiz überzogen. Es ist scheissegal, wie schlecht die Mannschaft, denen ein deutsches Nationaltrikot in ihrer jeweiligen Sportart übergestülpt wurde, ist – wir sind für Deutschland. Jawohl, mein Führer. Selbst eingeschworene FC Bayern Fans werden nächstes Jahr für den BVB jubeln, wenn es um internationale Vermarktungsplätze im Fussball gehen wird. Eisstockschießen? – Doiiischlaaah, Doiiischlah!!! Auch wenn man noch nie von dem Sport gehört hat – egal…
Dieses spezifische geistige Armutsangebot, früher genannt Grand Prix, das gleich über den Bildschirm flackern wird, brauche ich gar nicht anzusehen um zu wissen, dass es auch dieses Jahr wieder einmal kompositorische Belanglosigkeiten von internationaler kleinster gemeinsamer Note geben wird, während mental Amok-laufende Bühnen-, Bühnendress- und Outfitdesigner sich gegenseitig in Geschmacklosigkeit zu überbieten versuchen, sämtliche Interpreten durch eine unheimliche Lena-esque Natürlichkeit bestechen werden und sinnlose Einspieler beweisen werden, das Deutschland echt ein nettes, lustiges Land ist – wenn man mal die Waffenexporte, die Mentalität und alle Deutschen weglässt, die stets ein offenes Ohr für Ausländer haben, wenn Sie Ihr Geld dalassen und schnell wieder abreisen…
Das alles wäre ich eventuell ja noch bereit zu ertragen, denn durch das langjährige Erleiden echter körperlicher Schmerzen verfüge ich über eine wirklich hohe Toleranzgrenze, aber was mich heute mutmaßlich Indiana Jones oder Hunde, wollt ihr ewig leben? einschalten lassen wird ist schlicht die öffentlich-rechtliche Zurschaustellung Stefan Raabs furchtbarer Zahnprothese. Wenn dieses fleischgewordene Sinnbild für den geistig-moralischen Niedergang, die ultimative Schlagertodschlagwaffe und Gallionsfigur der unheiligen Allianz zwischen ÖR und Privaten in seiner eigenen Pokershow beweist, wie dumm er eigentlich in Wirklichkeit ist, ist das ja nett anzuschauen, aber dass der da mit seiner neurotischen Hannoveraner Hupfdohle mich musikalisch in ganz Europa vertreten soll. – Nein! Wirklich nicht! Ich guck mir den Scheiß nicht an, der Millionen verschlingt, der Menschen um Existenzen bringt und der völkerrechtlich wirklich allmählich verboten gehört, wenn man allein schon an Peter Urbans Refrain-artiger Wiederholung seiner Vorbehalte gegenüber der Fairness der Balkanstaaten denkt.
Hört doch bitte auf mit dieser Scheiße! Das hat weder Europa, noch der Zuschauer und am allerwenigsten die Musik verdient, geht doch einfach alle zu einer Filliale einer Burgerkette, wenn Euch danach ist, Euch ein wenig selbst zu beschmutzen!

