taff
Posted on March 5, 2007
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Wer sich kurz vor dem ‘seriösen’ (pfffrrrtz!) Abendprogramm vor den Fernseher traut kann sich bei taff von zwei ambitionierten Moderatorenlaiendarstellern (eine gesetzmäßigkeit scheint hier zu sein, dass es zwingend Männlein und Weiblein sein müssen) kurzweilig unterhalten oder infotainen lassen. Bitte verwechseln Sie diese Sendung nicht mit irgendetwas, was mit Journalismus oder Information zu tun hat. Die Auswahl der Themen lassen sich in die drei Grundanliegen des menschlichen Aufmerksamkeitsfokus fassen:
Tiere, Kinder, Sex in changierender Reihenfolge. Garniert wird das Ganze mit nicht mehr sehr aktuellen Prominews, günstig-umsonst zusammen’recherchierte’ MyTube Videos (ich denke es ist mehr das Zeug, dass irgendwer in der Redaktion von Freunden zugeschickt bekommt, um sich den Arbeitsalltag lustiger zu gestalten) und einem kräftigen Schuß Eigenwerbung für hauseigene Produktionen.
Kein Vorwand ist an den Haaren genug herbeigezerrt, um nicht auch Kombinationsmöglichkeiten untereinander herzustellen, wobei man sich davor zu scheuen scheint, Tiersex darzustellen, für die Verknüpfung der Thematiken Kinder und Sex sorgen, sehr zur Freude der Voyeurismus Redakteure, die wöchentlich mehr werdenden Pädophilievorfälle und ähnliches, den “gerechten Volkszorn” Erregendes. Hierbei ist auch nichts zu lächerlich, um nicht Anstoß daran zu nehmen und den gemeinen Spießer mit Vorurteilen zu füttern, z.B. Frauen kaufen Schuhe (und es macht ihnen Spaß, so!), damit mal wieder Möpse hüpfen, werden Springseile vorgestellt, kleine Mädchen wollen alle Models werden, Männer mögen PS starke Autos.
Die beiden Textansager, die zwischen den Filmbeiträgen versuchen, den Spagat zwischen Kinderschändern und Pandabärnachwuschs herbeizufaseln, wirken trotz ausgefeiltester Textvorgaben, die sie permanent vom Prompter ablesen (deswegen schielen die auch so) dermaßen hilflos, dass sie einem fast leid tun. Aber nur fast. Denn dann bringen diese beiden Handpüppchen es auch noch fertig, von dem was sie da tun, als von “Arbeit” zu sprechen. Wir dürfen alle mal ganz mitleidig lächeln und ihnen wünschen, mal wirklich etwas arbeiten zu müssen.
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